Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung

Eine Initiative stellt sich vor

Dicke Menschen sind im Alltag immer wieder mit diskriminierenden Einstellungen konfrontiert und haben in vielen Lebensbereichen nicht die gleichen Chancen und Möglichkeiten wie dünne.

Die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung versteht sich als gesellschaftspolitische Initiative mit dem Ziel, die soziale Akzeptanz von dicken Menschen zu verbessern und Diskriminierung auf der Basis von Körpergewicht zu bekämpfen.

 

Wer wir sind

Die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung ist eine Vereinigung von Menschen aller Kleidergrößen und Bauchumfänge, die aus ganz verschiedenen Gründen nicht einverstanden sind damit, wie unsere Gesellschaft mit dicken Menschen umgeht. Da wir ein gesellschaftspolitisches Ziel haben und uns nicht primär als Betroffenengruppe sehen, ist das Gewicht unserer Mitglieder für uns von nachgeordneter Bedeutung. Was für uns zählt, ist die Motivation, gegen einen uns alle schädigenden Schlankheitswahn aktiv vorzugehen.

 

Wofür wir stehen

Wir von der Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung arbeiten daran, weit verbreitete Vorurteile zum Thema Körpergewicht abzubauen. Wir bieten Informationen, die einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema fördern, und unterstützen Einzelne im Falle einer Diskriminierung wegen ihres Gewichts.

 

Wir glauben,

  • dass alle Menschen, unangesehen ihres Gewichts, Gleichbehandlung bei der Jobsuche und an ihrem Arbeitsplatz verdienen.
  • dass alle Menschen, unangesehen ihres Gewichts, kompetente und respektvolle Behandlung von Ärzten und medizinischem Personal verdienen.
  • dass Vorurteile basierend auf Gewicht nicht besser und anders zu behandeln sind als Vorurteile basierend auf Hautfarbe, Geschlecht, Religion, Körperbehinderung oder sexueller Orientierung.
  • dass die Darstellung von dicken Menschen in den Medien oft unangemessen negativ ist und dass die Medien Ängste vor Fett und die Fixierung auf Schlankheit unterstützen.
  • dass Gewichtsvielfalt ein positives Ziel ist. Unser Traum ist eine Welt, in der das Leben eines Menschen, seine Gesundheit, Wohlbefinden und sein Glück nicht von seinem Gewicht abhängen.
  • dass es glückliche, attraktive, leistungsfähige Menschen in jeder Kleidergröße gibt.
  • dass jeder und jede von uns die Verantwortung hat, für sich selbst einzustehen und für die Menschen, die unter Gewichtsdiskriminierung leiden.
  • dass Gewichtsfanatismus und Kleidergrößenwahn enden werden, wenn Menschen jedes Körperumfangs sich weigern, sie weiter zu tolerieren.


Vorstand der Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung

 

Stephanie von Liebenstein

Gesellschaft gegen GewichtsdiskriminierungJahrgang 1977, arbeitete in einer New Yorker Literaturagentur und kam - selber dick - in Kontakt mit der amerikanischen Fat-Acceptance-Bewegung. Zurückgekehrt nach Deutschland, gründete sie 2005 die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung mit dem Ziel, die Informationslage in Deutschland zum Thema zu verbessern, auf den Ernst der Problematik aufmerksam zu machen und eine Struktur zu schaffen, die es ermöglicht, auch einzelne von Gewichtsdiskriminierung Betroffene zu unterstützen.

Stephanie von Liebenstein ist Lektorin für Philosophie und Theologie bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft und lebt in Darmstadt. Nebenbei arbeitet sie an ihrer Doktorarbeit über den dicken Körper in der englischen Literatur der frühen Neuzeit.


Dr. Moritz Y. Becker

Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung1977 geboren, bin ich als Forscher bei Microsoft Research im Bereich IT-Security tätig. Nach dem Studium der Informatik promovierte ich 2005 an der Universität Cambridge. Als Gründungsmitglied engagiere ich mich ehrenamtlich für die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung, da ich gerade auch als dünner "Nichtbetroffener" meinen Beitrag zu einer fairen, toleranten und pluralistischen Gesellschaft leisten möchte. Ressentiments und Vorurteile gegen Dicke sind in Deutschland allgegenwärtig, in privaten wie in öffentlichen Diskursen, selbst in Kreisen, die ansonsten nicht im Verdacht der Intoleranz stehen. Gleichzeitig wird Gewichtsdiskriminierung noch kaum als solche erkannt, sondern sogar häufig als legitim oder "gesundheitsförderlich" angesehen. Daher glaube ich, dass vor allem politische und wissenschaftliche Aufklärungsarbeit in diesem Bereich dringend nötig sind.

Nebenbei engagiere mich außerdem auch ehrenamtlich in der Leitung eines gemeinnützigen Cafes (The Cambridge Cafe Project) sowie eines Kunstfilmkinos (n.e.r.d.i. film society).

 

Adresse:

Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung (GgG)
- Vorstand -
Postfach 110814
64223 Darmstadt
Telefon: 0151-23348052

www.gewichtsdiskriminierung.de

 

"Druck auf Dicke immens gestiegen" - Ein FocusOnline-Interview mit Stephanie Freiin von Liebenstein

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